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In zehn Minuten geht’s los. Der Rucksack wog gestern nur 7,5 kg. Also sind noch ein paar überflüssige Kleinigkeiten oder soll ich sagen „Luxusgüter“ hineingekom­men. Doch er ist insgesamt unter acht Kilogramm geblieben. Katharina hat sich extra frei­ genommen, um mich zum Flughafen zu bringen. Das ist Liebe!

In Mallorca darf ich umsteigen. In Porto finde ich auf Anhieb die Metro nicht mehr. Ich soll­te auf die Schilder achten und nicht den­ken: „Den Weg kennst du ja.“ Das ist meine erste Lektion auf dem Weg. Auf dem Bahnsteig der Me­tro treffe ich Maik. Wir kommen ins Gespräch. Er hat vier Wochen Zeit und es ist sein zwei­ter Cami­no. Ich geleite ihn zur Feuerwehr, denn er gedenkt, dort zu über­nachten. Dann kommt er mit zu meinem Hotel und entscheidet sich um. In meinem Zimmer ist noch ein Bett frei, das er gerne nimmt. Warum er seine Meinung geändert hat, kann ich nur vermuten. Ein Bett im Doppelzimmer ist sicher attraktiver als in einem Mannschaftsraum zu nächtigen. Vielleicht hat aber auch die Dusche gelockt.

Abends treffen wir Birgit, die ich aus dem Internet kenne und mit der ich mich in Porto verabredet hatte. Zusammen suchen wir ein Restaurant auf, nicht ganz pilger­gerecht, es ist eher ein Touris­ten­schup­pen. Aber das Essen ist sehr gut, wenn auch recht teuer. Maik hatte sich seinen ersten Pilgertag ganz anders vorge­stellt. „Aber ich habe ja noch viele Tage“, fügt er dann großzügig hinzu. Die Frage nach dem Warum stellen wir beide nicht. Und so wird das wohl immer Maiks Geheimnis bleiben.

Das Treffen mit ihm hat das Univer­sum wohl für mich arrangiert, denn er kommt aus Ba­belsberg. Das liegt direkt ne­ben Klein­machnow, meinem Ge­burts­ort. Und mit dem Thema „Wurzeln – meine ersten fünf Lebensjahre“ wollte ich mich ja auf diesem Ca­mino auch beschäftigen.

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