Peace is every StepHeute Morgen war alles noch so weit weg, heute Abend kam auf einmal Unruhe auf. Die stand eigentlich erst für morgen auf dem Plan. Nach dem ersten Schritt (Flug nach Porto buchen) hatte ich das Reisefieber so schön auf Eis gelegt. Doch alles ist geregelt. Die paar Punkte, die noch auf der To-do-Liste stehen, habe ich als unwichtig eingestuft und sie können bis Februar warten.

Sogar die Muße, mir eine CD zu bestellen und anzuhören, hatte ich in den letzten Tagen. Ihr Thema: Lächeln. Ich wollte immer schon ein Buch über das Lächeln schreiben. Der Arbeitstitel war „Lächeln säen, Lächeln ernten". Säen dann, wenn ich die Kraft dazu habe, ernten so, dass ich die Energie dann zurückbekomme, wenn ich sie dringend brauche. Ich kann mir dieses Büchlein sparen, war mein Gedanke, als ich die CD bestellte. Ich habe erst einen Teil gehört, er hat mich weitergebracht. Ich habe gefunden, was ich selber empfunden, jedoch noch nie formuliert hatte. Ich werde bald noch einmal den Weg nach Santiago einschlagen, Pilgern zum Grab eines Apostels. Ich, der „Evangele", ich, der ich derzeit mit dem Christentum ringe, gehe einen Pilgerweg. Ich mag die „Oh Haupt voll Blut und Wunden"- Ausprägung des Christentums nicht. Derzeit ist mir eine Weisheit des Buddhismus näher: „Lächeln pflanzen".

Katharina I. sagte heute beim Abschiedsessen: „In der westlichen Welt haben wir Depressionen, weil wir vereinsamen. In der östlichen Welt haben wir Depressionen, weil wir nie alleine sind." Also mal sehen, ob ich den berühmten Mittelweg auf meinem Camino finde.

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