Auch heute kann der Wecker ausschlafen. Der Rucksack ist gepackt, ich warte auf das Frühstück. Die Sonne scheint. Bis zum Bahnhof sind es nur ein paar Schritte. In Biarritz habe ich einen letzten Blick auf das Meer. Obwohl der Zug bis Paris durch­fährt, muss ich in Bordeaux umsteigen, denn dieser Zug ist für die weitere Strecke ausgebucht.

Ich finde in Bordeaux ein schönes Café und nehme ein schnelles Mit­tagessen auf der Sonnenterrasse ein. Das ist der Vor­teil des Umsteigens hier. Weiter nach Paris geht es auf einem Notsitz neben der Tür des brechend vollen Zuges, denn ich habe gestern keine Sitzplatzreservie­rung mehr ergattern können. In Paris mache ich mein Gepäck metrosicher für den Feierabendverkehr. Doch das Gedrän­ge, das ich erwartet habe, bleibt aus. Zur Sicherheit frage ich sechsmal bei verschie­denen anderen Fahrgästen nach, damit ich die richtige Metrolinie erwische und diese auch noch in die richtige Richtung fährt. Am Gare du Nord bleibt noch Zeit für ein Sandwich auf die Hand. Zusammen mit einem Wasser hat das den Preis ei­nes Menú del diá auf dem Camino.

Im Thalys sitze ich wieder komfortabel. Pünkt­lich geht es los in Richtung Köln. Dreieinviertel Stunden sind es laut Fahr­plan. Ein paar Minuten hat der Zug Verspätung. Doch da die RB 25 auch ein paar Minuten zu spät ein­läuft, erreiche ich meinen Anschluss nach Honrath. Dort fallen Kathari­na und ich uns in die Arme. Den ganzen Tag war ich unterwegs und habe trotzdem nur 4.719 Schritte getan.

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