Eingepflanzt wurde mir der Virus „Jakobsweg" von meinem Freund Bruno in einem Telefonat im November 2007.

Bruno ist mit seinem Spezi am 28. Dezember 2008 gestartet. Er hat die südliche Route ab Sevilla gewählt. Sein Freund hat sich nach 500 Kilometern den Fuß verstaucht und so laufen sie nächstes Jahr weiter.

Mein Start ist geplant für den 20. August 2009. Ich werde mich allein auf den Weg machen.

Bei mir geht es los in Saint-Jean-Pied-de-Port. Der Rest wird sich finden, auch wird es sich finden, ob es auf der Strecke Internetcafés gibt und ich Lust habe, von unterwegs aus zu berichten und Bilder auf meiner Internetseite einzustellen.

Einen Führer (Rother Wanderführer, Spanischer Jakobsweg) habe ich von meinem Sohn Kolja geschenkt bekommen, eine Landkarte und zwei Bankkarten habe ich auch. Es kann also nichts schiefgehen, denn ich habe das große Glück, nicht nur Zeit, sondern auch das Verständnis meiner Lebenspartnerin Katharina und die besten Wünsche meiner Freundin Katharina II. (Zitat: „... ich wünsche Dir viel Glück, Erfolg und die Erfahrung, die Du machen willst ...") für diese Pilgerfahrt zu haben.

Mein Freund Bruno hat gesagt: „Den Weg gehst Du mental, die Kondition ist zweitrangig." Um auf Nummer sicher zu gehen, stelle ich meine Bergausrüstung auf Langstrecke um, damit sie leichter wird. Auch werde ich zusehen, einige Kilo Körperfett in Muskeln umzuwandeln.

Eine bessere und damit schwerere Digicam (Canon G9) musste aber schon mal her.

Die Versuchung, es zu lassen, kam auch schon in Form eines Angebotes, zusammen mit Seelscheider Männern Ende August/Anfang September durch Norwegen zu wandern.

Eine Bekräftigung des Projektes kam durch die Geburtstagsgeschenke meiner Freunde aus Wahlscheid, die meine Ausrüstung großzügig ergänzt haben. Ihnen auch an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön.

Zu denken gab mir der Wanderführer, der meine erste Etappe mit folgenden Worten beschreibt: „Der große Höhenunterschied sollte nicht von der Route Napoléon abschrecken." (1.300 m Aufstieg, 500 m Abstieg)

Zum Glück hat mein Bauch entschieden, diese Pilgerfahrt zu unternehmen, mein Verstand hätte spätestens bei diesem Satz das Projekt abgebrochen.

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