Das Frühstück ist das, was die Engländer unter Continental Breakfast verstehen. Aus der Stadt hinaus befrage ich meine gestern erstandene Karte und dann einen Passanten. Bald ist der Weg gut ausgeschildert. Ich muss jedoch immer höllisch aufpassen, um keinen Abzweig zu verpassen, denn manchmal geht es ganz unerwartet rechts oder links ab und quer durch ein Feld. Es fängt an zu regnen und das öfter auch ganz kräftig. Die Regenhose anzuziehen, bin ich zu faul und so ist meine Hose zwischenzeitlich klatschnass. Dann verpasse ich doch einen Abzweig und laufe an einem Feld vorbei mit hohem Bewuchs auch auf dem Weg. Davon werden meine Schuhe durchweicht. Doch die gute Laune bleibt mir erhalten. In Shepherdswell angekommen, verlasse ich den North Downs Way und folge der Straße in den Ort. Beim Lebensmittelgeschäft kaufe ich Picknick und bekomme den Weg zu meinem Quartier erklärt.
Heute ist nur noch ganz selten der Alltagskram in meinen Gedanken vorbeigezogen. Geärgert habe ich mich nur über die 6,75 Pounds für die Karte, die ich auf Empfehlung meines Führers gekauft habe. Wirklich gebraucht habe ich sie nicht. Ich werde sie in Dover weiterverschenken.
Michelle kommt pitschnass an. Sie hat sich kräftig verlaufen und sich von einem netten Menschen per Auto hierher bringen lassen. Drei Flugzeuge, drei Züge und dann noch zehn Meilen laufen, das ist schon eine stramme Leistung. Ihre Reiseerlebnisse sind eine spannende Geschichte.
Die Wirtin unserer Bed & Breakfast-Unterkunft fährt uns zu einem netten Restaurant, in dem wir beim Abendessen unser Wiedersehen feiern.

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