Um 6:30 Uhr läutet der Wecker, um 7:00 Uhr sind wir ohne Frühstück zur Tür hinaus. Langsam geht linker Hand die Sonne auf. Es ist angenehm, am kühlen Morgen die ersten Kilometer abzuspulen. Nach einer längeren Strecke an der Straße entlang treffen wir auf die alte Römerstraße. Ich mache ein Foto von der Art von Bildern, zu denen Marianne gesagt hat: „Da hätte ich gar keinen Mut loszugehen." Noch ein Stück Straße und wir sind kurz vor 13:00 Uhr in Coole und finden ein größeres Restaurant. Der Stepcounter gibt die Zwischenbilanz: 26 Kilometer. Es warten also am Nachmittag noch 13 Kilometer auf uns. Wir laufen heute in großem Abstand, Michelle hat ihren schnellen Schritt drauf und ich trödele hinterher. So ist Raum und Zeit, die Gedanken schweifen zu lassen. Meine Füße sind wohl doch nur auf 25 Kilometer ausgelegt. Auf dem letzten Stück bilden sich dummerweise Blasen. Die Gîte ist einfach, aber sauber. Wir bekommen von der Herbergsmutter, oder sollte ich -Oma sagen, ein Abendessen angeboten, was wir nicht ausschlagen, denn hier gibt es weder einen Laden noch ein Restaurant. Heute habe ich große Schritte gemacht, denn mein Stepcounter bleibt bei 38,2 Kilometern stehen, während der Führer von 39,1 Kilometern spricht. Egal, es waren 54.622 Schritte. Es gibt ein Zehn-Gang-Menü mit viel Salat und Gemüse. Nach dem Abendessen setzen wir uns noch im Hof auf eine Bank und schwärmen von unseren Caminos.

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