Ein typisches französisches Frühstück erwartet uns um 7:00 Uhr. Utes Friede-Stein schenke ich der Dame zum Abschied. Dann ist zwischen Michelle und mir Kompromissfreudigkeit angesagt. Ich bin für den schöneren Weg, sie für den um fünf Kilometer kürzeren. Also spulen wir die ersten 13 Kilometer an kleinen Landstraßen ab. Dann geht es wieder auf schöne Feldwege. Fünf Kilometer vor unserem Zielort Châlons-en-Champagne schwenken wir in der Hoffnung auf eine offene Bar in einen kleinen Ort ein. Die Bar finden wir nicht, dafür ist aber die Kirche geöffnet. Jeder sucht sich ein Plätzchen und kommt zur Ruhe. Die letzten Kilometer ziehen sich so, wie sie es jeden Tag machen, egal wie weit man geht. Den Weg in die Stadt Châlons-en-Champagne finden wir leicht. Die Kathedrale Saint Etienne ist beeindruckend. Wir treffen hier einen Franzosen wieder, den wir auf dem Weg kennen- gelernt haben. Er kommt aus Paris und macht einen Wochenendausflug. Wie heiß es heute ist, merken wir an unserem Wasserkonsum. Dann muss schon wieder eine Entscheidung getroffen werden. Bei der Kirche Notre Dame werden Quartiere von pilgerfreundlichen Gemeindemitgliedern angeboten. Wir entscheiden uns dagegen, weil wir heute die Ruhe und Anonymität eines Hotels vorziehen. Dabei wäre es eine gute Gelegenheit, mein Französisch zu verbessern. Aber heute würde mir das zu anstrengend werden. Und so sitzen wir nach dem Pflichtprogramm in einer Straßenbar bei einem Glas Champagner und planen den morgigen Weg aus der Stadt hinaus. Mein Stepcounter zählte heute 43.002 Schritte.

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