Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung

Hermann Wenzel, Lohmar - Wahlscheid, mit Händen in den Taschen vor dem Haus der Nachbarn in KleinmachnowIch stufe mich selbst als einen typischen Unruheständler ein.
Ein stimmiges Maß an Aufgaben möchte ich immer vor mir haben.
Die beiden Bücher die ich über meine Pilgerfahrten geschrieben habe waren für mich wichtige Schritte auf dem Weg aus dem Berufsleben in den Renterschlendrian.
Meinen missionarischen Eifer lebe ich bei meinen Vorträgen über das Wandern und insbesondere auch über das Pilgern aus.
Viel Freude macht es mir über meine Pilgerfahrten auf dieser Internetseite zu berichten. Fertig werde ich wohl nie werden, denn immer neue Ideen kommen mir bei meinen Wanderungen in und durch Lohmar in den Kopf. Derzeit beschrifte ich die Bilder der Pilgerfahrt auf der Via Coloniensis von Wahlscheid über Köln und Trier nach Schengen im Jahre 2010. Außerdem pflege ich mein Tagebuch von der Via de la Plata mit den von meiner Freundin Dagmar korrigierten Texten, meinen Bildern und Karten der Etappen ein. Mit nur mageren Aufzeichnungen bin ich vom Mosel – Camino zurückgekommen. Mein Kopf darf sich erinnern und ich schustere die Tagesberichte zusammen.
Ich habe viel Zeit zum Denken beim Wandern / Pilgern. Und auch ein „schlaues" Buch wie zum Beispiel „Peace Is Every Step: The Path of Mindfulness in Everyday Life" von Thich Nhat Hanh darf auch schon einmal für ein paar tausend Kilometer im Rucksack mit auf Pilgerfahrt gehen. Frisch in meine Finger ist das Buch von Manferd Spitzer: „Denken – zu Risiken und Nebenwirkungen" gekommen. So wird das Laufenlassen der Gedanken auf meinen Wanderungen nicht zum Grübeln über Vergangenes, sondern bringt mich weiter auf dem Weg zu meiner ganz individuellen Suche nach meinem Glück.

Vier Bücher, die mich seit 2009 auf meinen Wanderungen und Pilgerfahrten begleitet haben seien hier gezeigt:

Peace is every Step von Thich Nhat Hanh

Thich Nhat Hanh

Jetzt! die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle

Eckhart Tolle

Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg
Marshall B. Rosenberg

Denken - zur Risiken und Nebenwirkungen von Manfred Spitzer
Manfred Spitzer 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier zu Hause in Wahlscheid genieße ich die kleinen oder auch längeren Wanderungen mit Freunden. Dabei ist viel Zeit für den Gedankenaustausch und ich übe meine Vergangenheit als nette Anekdoten aufleben zu lassen. Gerne erinnere ich mich zum Beispiel an ein Picknick auf einer Bank mit Blick auf eine traumhafte Bucht im Atlantik auf dem Camino del Norte. Eine junge Pilgerin und ich teilten christlich unsere Vorräte. Dabei kam das Thema „Sammeln" auf. Sie sammelte Münzen. Ich dagegen behauptete nichts zu sammeln. „Doch" sagte sie „du sammelst Geschichten".
Ein Freund berichtete einmal von seinen Tagebuchaufzeichnungen, die er seiner Frau zum Lesen gegeben hat. „Das war doch ganz anders" - so ihr Kommentar. Er konterte: „So erzählt es sich aber besser". Mitten im Wald fing ich an zu lachen.
Meine auf dieser Internetseite aufgeschriebenen Gedanken und Erlebnisse habe ich alle vor Ort in mein Büchlein geschrieben. Zu Hause angekommen habe ich sie dann abgetippt und dabei allzu Persönliches weggelassen. Die Erzählungen sind so geblieben, wie ich sie unterwegs empfunden habe.
Da ich mittlerweile zu den Pilgern gehöre, die etwas mehr Erfahrung haben, treffe ich auf neuen Pilgerfahrten, wie auch bei meinen Vorträgen, auf wissbegierige Ohren. Dies ist für mich ein perfektes Übungsfeld für das Fach „Geschichten Erzählen“. Vorbilder sind mir Heinz Erhard, Konrad Beikircher und Horst Evers deren CDs ich mir immer wieder gerne auflege.

Ein Artikel über das Pilgern, der mir nach meinem Empfinden gut gelungen ist, ist jüngst im Seelscheider Boten erschienen.

Neben der Mundorgel, die mich auch auf Pilgerfahrten begleitet damit ich auch für die zweite und weitere Strophen textsicher werde, gehören CDs von den Comedian Harmonists, Alexandra, Hildegard Knef und Reinhard Mey zu meinen Favoriten.

Den Domainnamen „Hermann the German" verdanke ich meinen englischen Kollegen in den grauen Vorzeiten meines beruflichen Lebens.

Mein Leben lang habe ich mit den Regeln der deutschen Rechtschreibung in einem ganz persönlichem Zweikampf gelegen. Meine Freundin Dagmar schaut meine Texte nach und nach durch und ich pflege die geglättete Version Stück für Stück auf dieser Internetseite ein. Der Spruch, der mir zu diesem Thema einmal über den Weg gelaufen ist lautet: „Wer einen Fehler findet, darf ihn behalten".

Gerne jedoch möchte ich bitten, mir in solch einem Fall eine eMail zu schicken.

Hermann Wenzel, Lohmar - Wahlscheid im Mai 2016